mach hat geſchrieben:Ich weiß nicht, wie ſinnvoll das wäre. Ich denke, ein gewöhnliches Wörterbuch ſollte eigentlich genügen zuſammen mit einer Möglichkeit, die Wortfugen zu erkennen. Derartige Möglichkeiten gibt es. Rechtſchreibprüfung-Programmen verwenden ſie irgendwie.
Ich fände ein ſolches Wörterbuch durchaus ſinnvoll, inſofern von meiner Seite nur teilweiſe Zuſtimmung zu dieſem Einwande: Die automatiſche Erkennung und korrekte Behandlung von Wortfugen iſt für Maſchinen nämlich nicht immer einfach, und gerade bei (ehemaligen) Fremdwörtern kommt es auch immer wieder einmal zu Zweifelsfällen, die ſich eben doch nur durch eine Wortliſte elegant entſcheiden laſſen.
(Willkürlich ausgewählte) Beiſpiele für Wörter, die ich im Rahmen meiner Literatur-
E-Books ſelber als Zweifelsfälle in alten Wörterbüchern nachſehen mußte:
– grotesk
– Arabeske
– Oſzillator (Duden 1939) vſ. Oszillator (Bertelsmann Deutſche Rechtſchreibung 1954)
– Muskel
– Tanſiſtor (und zwar, obwohl die urſprüngliche lateiniſch/griechiſche Wortkonſtruktion ja auf
trans+ire beruht, ſoviel zum Argument »Erkennung von Wortfugen«)
– ſechſter (Duden 1939), ein Sechſtel (Duden 1939), obwohl andererſeits ſechsmalig, ſechseinhalb, etc., übrigens ein Sechstel laut Bertelsmann Deutſche Rechtſchreibung 1954.
Sehr problematiſch iſt nach meiner Erfahrung auch die Tatſache, daß »gewöhnliche Wörterbücher« meiſtens eben nicht Wortfugen, ſondern erlaubte Trennungen präſentieren, und die meiſten Wörter mit ſſ werden nämlich gemäß »gewöhnlichem Wörterbuche« zwiſchen den beiden ſ getrennt: Meſ-ſer. In Einzelfällen iſt es für einen Computerprogramm nicht einfach, ſicher zu erkennen, daß es ſich hier nicht um eine Wortfuge (alſo nicht um ein Mes-ſer) handelt.